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Letzte Änderung: 29.11.2006

Susanne

16. Albmarathon
Schwäbisch Gmünd

am 21.10.2006


(Bericht: Susanne Hager, Fotos: Erwin Bittel)


25km - Pustekuchen?

Susanne berichtet:

Ein schöner Tag….

Sehr gut vorbereitet bin ich, aber dennoch ein Bisschen aufgeregt. Gut so. Es ist Samstag, der 21. Oktober und wir fahren heute zum schönen 16. Schwäbische Alb Marathon nach Schwäbisch Gmünd, wo wir viele Freunde vom Team-Bittel treffen werden. In der Voranmeldeliste habe ich immer wieder nachgeschaut, wer so alles kommen wird. Einige werden sich dazu nachmelden. Wie viele wir dieses Mal sein werden, weiß nie jemand. – Susanne und ich fahren zusammen und schnacken über dies und das. So vergeht die Fahrtzeit wie im Flug. Ganz nah an der Großsporthalle in Schwäbisch Gmünd finden wir einen Parkplatz (nur Erwin parkt noch näher) und gehen gleich hinein um unsere Startunterlagen zu holen. Die Stufen hoch, durch das Foyer, in die Halle hinein und - ha ha hallo – da sind schon Manuela und Jörg, die gerade brav ihre Dehnungsübungen machen. „Schön Euch zu sehen. Wie geht's? … Wir holen schnell unsere Nummern, bis gleich.“ Das klappt wieder reibungslos und ohne warten zu müssen. Die Helferinnen und Helfer von der Organisation sind sehr nett und gut gelaunt. Sie wünschen uns viel Spaß und verabschieden uns mit einem Lächeln. Hier ist alles sehr gut organisiert und überschaubar. - Wir haben sogar noch genügend Zeit um ebenfalls ausgiebig Gymnastik zu machen. Da kommen Hilmar, Julio und auch Frank noch dazu. Drei von uns laufen den 25km-Rechberglauf, die anderen wollen den 50km-UltraMarathon bezwingen. Mich würde auch die lange Distanz reizen, aber ich bin gerade erst in München meinen 1. Marathon gelaufen und das ist erst 2 Wochen her, zu früh jetzt schon einen 50km-Lauf zu wagen. Schade. – Das Wetter ist durchwachsen. Es nieselt ein wenig und der Himmel ist grau. Kalt ist es nicht, aber wir nehmen vorsichtshalber dünne Jacken mit. Warten wir mal ab wie es sich entwickelt.

Wir traben langsam ca. 700 m durch die Altstadt zum Marktplatz. Die Geschäfte haben geöffnet und ich würde gerne hier und da mal kurz reingehen. Der Duft von frisch Gebackenem steigt mir in die Nase. Ich hatte heute noch nichts zu essen und so duftet alles besonders verlockend. Wir laufen weiter und finden uns am Start ein. Eine Bühne ist aufgebaut und Musik spielt. Hier ist richtige Festatmosphäre. Viele Leute sind auf den Beinen und die Stimmung ist gut. Ein paar Läuferinnen und Läufer tänzeln nervös hin und her, andere wirken abgeklärt und ruhig. Hier sind zwei Läufer, die ihren Hund dabei haben. „Schnuffi“ weiß gar nicht an welcher Wade er zuerst schnuppern soll und bellt hin und wieder vor Aufregung. Sein Herrchen hat den Braven sicher an der Leine. Ich beobachte die Leute und genieße es wieder dabei sein zu können. Erwin macht schnell noch ein Gruppenfoto. - Gleich ist es 10 Uhr und es fällt der Startschuss. Peng!! – Erst ein paar Schritte gehend, dann langsam joggend setzt sich das Feld auf dem Kopfsteinpflaster in Bewegung. Durch eine schöne Allee geht es aus der Stadt hinaus in die Natur pur.


Es gibt viel zu erzählen (km2)

Bergauf wird gegangen

Weil es ein wenig nieselt rieche ich den Waldboden und das feuchte Gras um so intensiver. Durch den Wald geht es ein Stückchen bergauf und gleich wieder bergab. Ich erinnere mich an letztes Jahr und weiß, dass die schwierigen Anstiege später erst kommen werden. Auch davor brauche ich keine Angst zu haben, den die steilen Stücke gehen wir, um mit langen Schritten ebenso schnell, aber Kräfte tankend nach hoben zu gelangen. - Hier also joggen wir mit kleinen Schritten den Weg nach oben. Das Läuferfeld hat sich schon ein wenig auseinander gezogen und die Schnelleren setzen sich immer mehr ab. Susanne, Frank und ich laufen schön konstant in einem angenehmen Tempo und bleiben zusammen. Erwin und die Anderen sind einmal bei uns, dann wieder vor uns und alle haben wir Spaß und viel zu lachen. Nach KM5 kommt die erste Verpflegungsstelle. Hier gibt es Wasser, Iso-Getränk, Tee und - ja ja jaaaaa - DIE Müsliriegel. Hier sind sie die besten Müsliriegel die ich jemals gegessen habe zu finden. Das sind richtig frisch gebackene Powerriegel aus Sonnenblumen- und Kürbiskernen, Sesam, Rosinen usw. Suuuperlecker!! Auf die habe ich mich besonders gefreut. Ha ha ha… - Weiter geht es, gut gestärkt. Die Leute am Wegesrad feuern uns an, klatschen und pfeifen. Ein paar Kinder sammeln schon fleißig die weggeworfenen Plastikbecherchen wieder ein.


Es läuft locker, Susanne+Susanne und Frank

Am 1. Berg: Hilmar, Susanne (sehr steil)

Wir laufen an gelb blühenden Rapsfeldern und Wiesen vorbei und tauchen immer wieder in den Wald hinein. Auf Anhöhen genießen wir wundervolle Ausblicke. Es gibt Streckenabschnitte, die so steil bergauf gehen, dass man fast auf allen vieren gehen könnte. Hier ist wirklich Muskelkraft gefragt. Das spüre ich besonders in den Waden und dem Gesäß. Ich denke so für mich „Bauch anspannen“ und weiter. Es geht mir richtig gut. Es ist ein richtig schöner Tag zum Laufen. Für Julio ist es heute ein gang ganz besonderer Tag. Er hat sich für den 50km-Lauf angemeldet, obwohl sein bisher längster Lauf die 28km beim Voralpenmarathon also dem 2/3-Marathon in Kempten war. Aber Erwin wird ihn begleiten und Julio ist ein Kämpfer, er will und wird die 50 km schaffen. Für Hilmar, unseren Team-Kuchentester, ist es ebenfalls der erste Ultra. Er ist motiviert bis zum Anschlag und immer ein paar Meter voraus. DEN kann auch Erwin nicht bremsen. Die Verpflegungsstellen sind alle 5 km zu finden und ab KM15 gibt es auch Cola, Weißbrot und Bananenstückchen. Die Abstände zwischen den „Rastpunkten“ kommen mir heute viel kürzer vor. - Ich habe herausgefunden, dass es mir beim Laufen besonders gut geht wenn ich am Tag vorher kein Brot, keine Mehlprodukte esse. Ich esse leichte Kost, Gemüse, Salat und Obst und so fühlt sich mein Bauch leer an und ich laufe wesentlich unbeschwerter. So achte ich auch an den Verpflegungsstellen darauf was ich nasche. Bananen und Cola zusammen bekommen mir schlecht. Da rebelliert der Magen. - Ich trinke am liebsten den lauwarmen ungesüßten, roten Tee. Ich leere den Becher in 2 Zügen und laufe langsam wieder los. – Irgendwann kommen wir durch eine Ortschaft wo ich vorne rechts eine Bäckerei sehe. Hilmar und ich laufen wie Schlafwandler hin um durch das Schaufenster zu gucken was es dort alles gibt. Oh, wow, ganz leckere Kuchen und vor allem Käsekuchen sehe ich da. Leider haben wir kein Geld dabei. Na, dann laufen wir halt weiter (hi hi hi).


Oh Mann, da gibt es Kuuuuchen? - Geschlossen...

        ... na dann laufen wir eben weiter

Die Kilometer purzeln und wir sind schon auf dem Weg zum Hohenrechberg. Hier ist das Ziel für alle die den 25KM-Rechberglauf machen. Es geht steil und steiler hinauf und wenn ich nach vorne blicke sehe ich, dass es noch steiler wird. Neben mir höre ich Susanne stöhnen „oh Mann...“ - Aber tapfer mit langen Schritten rudern wir hoch. Beim letzten Stück sind Kreuze rechts und links an der Straße. Hat wohl etwas mit Wallfahrt zu tun. Ganz oben ist der Zielbogen zu sehen. Gleich haben wir es geschafft. Wir gehen ein Stück nebeneinander und ich verabschiede mich kurz vor meinem Ziel von Erwin, Julio und Hilmar, die jetzt noch einmal 25km vor sich haben. „Macht's gut, lauft schön, viel Spaß“ sage ich. Bussi. – Susanne, Frank und ich laufen durch den Bogen, überschreiten die Zielmarkierung und haben es geschafft. Ja, super!! „Gratuliere Susanne, prima Frank“ – „ja gratuliere“ ….. Wir haben es geschafft. Ich freue mich, dass es meiner Freundin Susanne so gut geht. Sie hat es gut gemacht. Auch Frank ist noch fit. Wir haben es wirklich gut gemacht. Prima.


            Frank, Susanne und ich im Ziel
 Es geht mir so gut, dass ich weiterlaufen könnte.

 Ich würde den anderen so gerne hinterher rennen.

 Aber das wäre wohl dumm.

 Ich genieße es lieber so wie es ist.

Hier im Ziel ist nichts los. Wir trinken noch zwei, drei Becherchen Tee und machen uns auf den Weg zum Bus. Susanne, Frank und ich gehen also den steilen Berg hinunter zur Bushaltestelle. Die Ultraläufer müssen auch hier entlang und immer wieder zieht einer an uns vorbei. Freundliche Polizisten halten die Autos an und lassen uns passieren. Wir nehmen im Bus Platz und bald fährt er auch schon los. Die kurvenreiche Fahrt zieht sich recht lang hin, aber schließlich sind wir da. Frank verabschiedet sich hier von uns. Er wohnt nicht weit weg von Schwäbisch Gmünd und macht sich auf den Heimweg. Susanne und ich sehnen uns nach Gymnastik und Dehnen und gehen in die Sporthalle hinein. Aaahhhaa, hier gibt es ja die Massagen. Die Liegen sind nicht alle belegt und so werden wir freundlich aufgefordert doch Platz zu nehmen. Na, da lassen wir uns nicht zweimal bitten. Ich lege Schuhe und Strümpfe ab und genieße die wohltuende Massage. Ich möchte fast einschlafen, so entspannend ist die Behandlung. Meine Beine sind wieder locker und ich fühle mich sehr wohl. Susanne hat leider keine Zeit mehr und wir verabschieden uns. – Ich gehe in aller Ruhe zum Auto und hole meine Tasche heraus. Alles ist sehr nah bei einander und so bin ich ratzfatz bei den Duschen. Das Wasser kommt gut warm aus dem Brausekopf und ich fühle mich wie neu geboren. Ich kann mir richtig Zeit lassen, weil die anderen schon noch eine Weile brauchen werden bis sie im Ziel sind. – Ich bringe meine Sachen wieder ins Auto zurück und trotte zurück zum Geschehen. Beim Ziel schaue ich zu wie nacheinander die Finisher ankommen. – Ich schaue mich um und sehe Olaf stehen. Ich schleiche mich an ihn heran und zupfe an seinem Shirt. „Hey Olaf…“ Er lacht und erzählt mir wie es für ihn war. Er hat eine Läuferin ein Stück begleitet die bisher nur einmal einen Halbmarathon gelaufen ist. Sie heißt Tatjana und hat drei Kinder. Respekt. Ich sehe die Begeisterung in ihrem Gesicht. Sie „schwebt auf Wolke sieben“.


                 Tatjana: schwebt auf der Wolke

      Manuela: Lieber Gott tu was gegen mein Beinweh!

                    Tatjana und Elmar

               Ich warte im Park auf die Ultraläufer

Es ist so schön zu sehen wie sich die Leute freuen. Wie aufgeregt, erleichtert und mitgenommen die unterschiedlichsten Läufer sind. – Immer wieder kommen Bekannte an. Hier bekommen die Läufer eine Medaille umgehängt. Die Stoppuhr zeigt 05:58:59 – da kommen Manuela und Jörg über die Ziellinie. Ich laufe schnell hin und umarme beide. „Toll, super, tolle Leistung. Habt ihr prima gemacht!“ Ich freue mich mit ihnen und es geht ihnen gut. Olaf gesellt sich zu uns. Wir schauen den Ankommenden entgegen und – da, ja – da kommen Erwin, Julio und Hilmar. Hey, hallo….. Sie halten sich an den Händen und kommen zu dritt ins Ziel. Die Uhr zeigt 06:06:54 – Wahnsinn!! Sie haben es also zusammen geschafft. Ich gratuliere allen, umarme Erwin unseren "Coach". Ihr seid toll. Spitze! Hilmar und Julio sind ganz schön stolz. Und durstig. Erst einmal ein kühles, alkoholfreies Bier, zisch…. und weg ist es. Wir bleiben noch eine Weile zusammen im Zielbereich stehen und genießen die Stimmung. – Nach und nach gehen alle zum duschen und wir beschließen, uns bei den Massagen zu treffen. Ich gehe in der Zwischenzeit im Auto einen Tee trinken. - Auf dem Weg dahin treffe ich Julia, auch Team-Bittel, eine Lauffreundin von Erwin. Eine sehr schenlle Läuferin. Sie und ihre Freundin Elke (auch TEam Bittel...) sind wieder sehr schnell gelaufen und wollen auch erst mal nur schnell duschen und dann etwas essen. Sie gratulieren mir noch zu meinem ersten Marathon in München. Das freut mich sehr, danke, das ist wirklich lieb. „Wir sehen uns später noch“, sage ich und die Tapferen humpeln die Treppenstufen hoch. Aua aua…

Ich genieße meinen „Läufertee“ und beschließe nach unseren Ultraläufern zu sehen. Alle Massageliegen sind belegt. Das Massageteam hat alle Hände voll zu tun und sie machen ihre Sache sehr gut. Besonders angenehm ist, dass sie sich wirklich Zeit nehmen. So kann man die Massage wirklich voll genießen. Als alle nach einander fertig sind, verabschieden wir uns. Erwin, Manuela und Jörg und ich gehen ein Häusle weiter: in der kleineren alten Halle 300m weiter unten findet gerade die Siegerehrung statt. Hier gibt es auch etwas zu essen und zu trinken. Die Bänke sind fast alle belegt. Wir finden dennoch ein Plätzchen und setzen uns dazu. Hier treffen wir Julia wieder. Sie berichtet wie es ihr ergangen ist und dass sie wieder recht schnell war und zur Siegerehrung hier bleiben wird. Wir essen erst einmal eine Kleinigkeit. Gespannt warten die Läufer darauf ihre Namen zu hören. Wir bleiben noch einen Moment hier. Irgendwann beschließen wir dann aber doch langsam nach Hause zu fahren. - Inzwischen ist es dunkel geworden.

Es war ein schöner Tag.


Eure Susanne
 


Frisch riechendes Laub,
typisch für den schönen Tag heute

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