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Letzte Änderung: 23.10.2011
 
Einige der TB-10km-Läufer + der Läufer mit Hut am Start

Nürnberger Stadtlauf
03.10.2011

(10km)

 


 

 (Bericht+Fotos: Erwin Lionheart Bittel)


Mit 90 Jahren im Ziel des Lebens!

 

Wieder: Hut ab vor den Langsamen!

 

Dieses Mal schaffe ich es, bin bei beiden Läufen 10km + 21km der Allerletzte.
Aber natürlich nicht alleine, wie immer mit "Besen-Radler" Jürgen und einem Läufer.
Ein paar Lauffreunde coachen wieder Neueinsteiger oder Wiedereinsteiger auf beiden Distanzen.
Es wird heiße 28°C warm, und so mancher Läufer kriegt einen roten Kopf, Krämpfe, Blasen an den Füßen oder Kreislaufprobleme.


Alles ist wie immer, und vor dem Start im Gewimmel ist es nicht einfach sich zu treffen.
30min vor dem 10km-Start um 11.30 Uhr treffen wir uns am Eingang Opernhaus. Ich verteile die Shirts (=Startberechtigung), die Zeitmess-Chips und mache die Neuen bekannt. Schaustenicht ist schon Start, die einheitlich orangefarbene Menge zieht los. Schnell noch ein paar Fotos, denn wir werden uns bald aus den Augen verlieren. Los geht's, gaaanz hinten. Das ist aber nicht mehr so einfach, denn auch hier gibt es mittlerweile einen Wettbewerb, wer noch langsamer starten kann. Gut, lassen wir die anderen hinter uns, denn wir müssen los, die wuselnden Kinder formieren sich bereits zum Start!

Puh, das Startgetöse ist nach 500m verstummt. Ruhe, breite Strasse, Lauffrieden. Und Sonne pur.
Mal sehen, wer sich zusammenfindet, wer wann mit wem davonläuft? Wir Coaches sind bereit.

Wie immer sind wir mit 300m Abstand schon nach 1km die seelenruhigen Schlussläufer. Kurz: Es ist wie jedes Jahr, (s. Bericht 2010).
Und was ist dieses Jahr anders?

Beim 10km-Lauf erleben Besen-Jürgen und ich tatsächlich heuer so viel wie selten zuvor. Wir wundern uns über 2 scheinbar absichtlich trödelnde Teenies, die auch noch 5min auf die Toilette gehen. Dann die tapfere Laufgruppe der Herzkranken. Und ich laufe zum 1. Mal mit einem 90jährigen. Darauf hatte ich 20 Jahre gewartet. Wir haben Spaß mit den Clochards unter der Brücke, und mit den Sonnenbadenden auf den Decken in der Wiese. Grandios ist es mit Herbert (90) alleine den Zieleinlauf zu genießen. Darauf hat er sein Leben lang gewartet, welch ein Gefühl! Beim Zielinterview kriegt er kaum Worte raus, vermutlich weil ihm auch die Luft fehlt. Herbert, bis nächstes Jahr dann!

Beim 21km-Lauf finden wir sofort zu Beginn Franz, einen Endfünfziger, der seinen Schritt konstant trabt. Er glaubt tatsächlich er wird Letzter. Irgendwann sage ich zu ihm: "Du bist mir zu schnell, ich mach langsamer". Zuerst bleibe ich ein Stück mit Bärbel, die mit hochrotem Kopf fürchtet sie müsste alleine und als Letzte laufen, sie will aufgeben. Doch ich bleibe bei ihr, gebe Ihr vom Zaubertrank in meinem Rucksack, und bald geht's auch bei ihr wieder, sie zieht davon. 3km vor dem Ziel finde ich Gert, mit Krampfneigung in den Waden, ein typisches Hitzeproblem. Wir gehen immer wider ein Stück, viel trinken, und auch dann rollt es wieder. Langsam halt. Und trotz seinen Schmerzen, wir haben Spaß. Was eben so geht.


Bilder 6km-Lauf (Fotos Friedrich Mohr)
 


KM5: Hinten ganz links Susanne, sie begleitet ihre Mutter...

...die stolz mit 2 Männern ins Ziel einläuft...

...und die Klasse W-70 locker gewinnt!

Gut gelaufen!

Susanne, Mama und rechts...

...Coach Jürgen (einer der allerersten beim Team-Bittel)


Start 10km-Lauf


Fast 4.000 Läufer sammeln sich zum 10km-Start um 11.30 Uhr

Der Stand des Fürth-Marathon mit Chef Bernd (in grün)

Überall werden Fotos fürs Familienalbum gemacht

"Daniel Düsentrieb" Claus, kriegt jeden lädierten Läuferfuß...

...wieder hin mit seinen individuellen Wunder-Einlagen von Orthopädie-Riedel

Norbert hat den Kampf mit seinem Sohn überlebt (s. Kratzer)

Meine verehrte "Altmeisterin" Waltraut ist heute Publikum

"Querläufer"-Laufkolumnist Jochen...

...mit Sohn Jonas

Rudolf konnte kaum trainieren, will aber dennoch dabei sein

Friedrich wird 10km, laufen, Susanne mit Hund später die 21km

Peter (74) steigt nach fast 1 Jahr Unfallpause wieder vorsichtig ein
 

Caros erster 10er...

...gecoacht von ihrem Chef Friedrich

Noch wenige Minuten, einreihen in den Startblock

Caro ist ganz aufgeregt beim 1. Mal

Los geht's, die meisten sind schon durch,
außer uns wollen noch mehr Letzte sein.
Die ersten Kinder wollen schon an den Start

Jürgen mit Besenrad ist definitiv der Letzte!

Startfoto: Norbert, Friedrich, Rudolf, Caro und Jonas (davor der Hutläufer + der "Querläufer")

Uff, gerade noch durchgerutscht, hinter uns formieren sich bereits die Allerkleinsten

Unterwegs auf 10km


Das Ende des 10km-Läufer Feldes und der Turm vom Laufer-Tor

Riesenstimmung für uns...

...am Streckenrand

Viele viele Helfer riegeln die Innenstadt für uns ab

Bei km1 ist das Feld schon weit vorneweg

Offizielle Helfer haben blaue Shirts

Hier klatschen Opa, Papa und die Kinder

Überall steht Publikum...

...und bei km2 sogar ein Hornist

Wir haben die Innenstadt verlassen, sind am Wöhrder See

Helga und Sonja sind nicht lange Letzte mit mir

Papi, was machen die da?

Lionheart zückt die Kamera                                                (Foto: Jürgen Fahrt)

Km3, jetzt kommt die 1. Verpflegungsstelle...

...mit rosa Läuferdrinks...

...in Hunderten von Bechern (die bereits auf die 21km-Läufer warten)

Sven wechselt sein blaues Helfershirt (Mutti: "was macht der denn da?")...

..."Los gib mir das Läufershirt, Mutti guckt schon so!"

...Okay, jetzt passt es. Auf, den Letzten hinterher!

Unter der Brücke: Plötzlich tauchen 2 Teenager im Bummelschritt auf...
...sie wollen unbedingt Letzte werden. - Okay, Ihr seid es.
"Alles OK", frage ich. Ja, alles OK: wir sind ja erst bei km3.
Besen-Jürgen und ich fragen uns, warum laufen die beiden nicht?

Stadterholungsgebiet Wöhrder See

Ohne Seenot im Paddelboot am Feiertag

Km5: Wir holen den 90jährigen Herbert ein...

...er hat mit de Hitze zu kämpfen, wir plaudern etwas über sein Leben

Herbert kurz vor km7...

...die spazierenden Teenager vor uns.

Stimmungsvoller Empfang am Anfang der Wöhrder Wiese...

...kurz vor Trinkmeile 2...

...mit Wannen voller Iso (es kommen ja bald 3.000 21km-Läufer)

Jürgen steht und weiß auch nicht, warum die beiden nicht traben?

Sommer bei fast 30°C im Oktober

Bummelschritt? Bald werden die Girls plötzlich lossprinten

Wir laufen mitten durchs Wohnzimmer dieser Jungs: "Servus, bis später"

Rechts die Pegnitz, links laufen wir unten durch die Stadtmauer

Herbert kämpft sich den steilen Herzensbrecher-Hügel hoch

Das ganze Sommercafé applaudiert uns in der Fußgängerzone

Trommeln nur für uns beide...

...Papa Norbert (mit Kratzesohn+Frau) ist schon fertig und umgezogen

Herberts letzter km läuft, am Opernhaus wartet das Ziel

Herbert: "Da gehen wir jetzt 500m, damit wir dann ins Ziel laufen können"

Eine Freude mit ihm ins Ziel zu laufen! (hier das Video)
Aller Applaus nur für ihn! Darauf hat er lange gewartet.

Caro hat es auch gut geschafft                                          (Foto: Friedrich Mohr)

So, jetzt ab zu den Duschen                                              (Foto: Jürgen Fahrt)

So, 15min Pause, ein paar Schluck trinken, meinen Trinkrucksack anlegen, und schon geht es zum Start des Halbmarathons um 13:30 Uhr


Hier zu Bilder 21km-Lauf

Weitere "Team-Bittel" Nürnberger-Stadtlauf Berichte: Erwin 2010 ...und frühere Jahre von dort aus weiterblättern
 
 

 

  
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