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Team Bittel Ride and Tie 2002 Team Bittel

Mein Bericht vom 
2. Ride and Tie Turnier in Buttenheim am 2.6.02

Die Sieger Baptist Behr, Sina (Shagya XXII - 49) und Thomas Schmidtkonz (versteckt dahinter) erreichen nach 47:25 die Ziellinie

Literaturtipps zum Thema Marathon

Die Diät - Forever young- das Erfolgsrezept vom Fitness- Papst 
Weitere Literatur 

 

Inhaltsverzeichnis

Die  Idee Der Wettkampf Impressionen
  Ergebnisliste  

Die Idee

Zwei Menschen und ein Pferd sollen möglichst schnell eine längere Distanz zurücklegen. 

Die Sportart Ride and Tie gibt es nun seit etwa 30 Jahren aber leider ist sie immer noch nahezu unbekannt.  
Dabei ist diese Sportart in den USA, speziell in Kalifornien, etwas bekannter als in Deutschland.
Ride and Tie ist zu unrecht so unbekannt, da diese interessante, prickelnde und abwechslungsreiche Sportart den Teilnehmern so einiges abfordert.
So fordert sie von den Teilnehmern eine Kombination von Ausdauersportart, Tempo,  Teamgeist, Verständnis zwischen Mensch und Tier, Abenteuer und Strategie.
Dann bringt das Pferd noch ein ganz anderen Reiz  ins Spiel. Als Lebewesen, das keine Maschine ist, denkt und reagiert es. Aber es denkt und handelt nicht notwendiger Weise so wie der Reiter und Läufer es sich vielleicht gerne wünschten. Es hat bestimmt immer eine "nette" Überraschung auf Lager...

Weitere Infos zu Ride&Tie auf unserer Ride and Tie - Seite

Wir wollten diese Sportart einmal ausprobieren.

Wir veranstalteten entsprechend zum Vorjahr wieder einen Reitstall- internen Wettkampf, bevor wir voraussichtlich nächstes Jahr einen offenen Wettkampf veranstalten wollen.

Da bei uns im Gegensatz z.B. zu den USA leider der Platz für einen ungefährlichen Massenstart fehlt, beschlossen wir die einzelnen Teams zeitlich versetzt mit einem Abstand von 5 Minuten starten zu lassen.

Wir richteten außerdem vier feste Wechselpunkte ein, wo Reiter und Läufer zwingend wechseln mussten und die Pferde von Helfern gehalten wurden. 
So musste der eine Teilnehmer 2 mal laufen und drei mal reiten und der andere umgekehrt.

Ich erzähle nun wie es mir beim Wettkampf erging:

 

Zuerst wollte ich wieder mit meiner Frau Gaby starten. Da sie sich aber vor ein paar Tagen mit meinem Pferd Sina auf einer Wiese überschlagen hatte und sie davon noch ein paar Prellungen hatte, war Baptist so nett für sie einzuspringen.
Sina hatte sich bei der Rolle rückwärts vor ein paar Tagen Gott Lob nichts geholt und war so einsatzbereit.

Vor uns liegen nun 11 km, die es aber durchaus in sich haben. Es sind etwa 200 Höhenmeter zu überwinden und die Wege haben z.T. Crosslauf-Niveau. An jedem der 4 Wechselpunkte muss zwischen Reiter und Läufer gewechselt werden so dass, Läufer eins 3 x laufen und 2 x reiten und Läufer zwei 3 x reiten und 2 x laufen muss: 

Der Wettkampf

Thomas und Baptist am Start

Ich bin am Start ziemlich aufgeregt. 
Wie wird sich mein Pferd Sina verhalten, die ja dafür bekannt ist, dass sie wegen jeder Kleinigkeit scheut? Außerdem reitet Baptist sie ja das erste Mal.
Wie sich auf der Strecke aber zeigen wird waren diese Sorgen unberechtigt. Baptist kam mit ihr toll zurecht und sie war sehr brav.

Das erste Stück werde ich laufen und Baptist reitet die erste Etappe.
Es fällt der Startschuss und wir rasen los. 
Baptist und Sina verschwinden gleich vor mir im Galopp am Horizont. 
So bin ich ziemlich schnell ganz auf mich gestellt.
Die Strecke steigt gleich von Anfang an und so muss ich mich zwingen nicht zu schnell anzulaufen, damit der Puls nicht gleich zu hoch schnellt.

Nach knappen 500 m führt die Strecke in einen schönen Wald.
Die nächsten 2 Kilometer geht es nun auf einer anspruchsvollen Strecke stets auf und ab. Wie schön, dass es hier im Wald so kühl ist.
Nach guten 12 Minuten habe ich bereits den ersten Wechselpunkt erreicht, wo mich schon mein Pferd erwartet.
Ich steige gleich auf, da Baptist auf der für Pferde schnellen Strecke bestimmt einen großen Vorsprung herausgeritten hat.

Nun führt die Strecke durch offenes Gelände an Äckern und Wiesen entlang, so dass man eine weite Sicht hat. So sehe ich bereits ganz in der Ferne Baptist.

Die nächsten 2 Kilometer lege ich nun in einem viel schnellerem Tempo als beim Laufen zurück! 
Auf einem schönen Wiesenweg galoppieren wir in einem ganz besonders flotten Tempo. Das macht richtig Spaß und meine Befürchtung, dass Sina vor den Markierungen scheuen könnte, ist Gott sei Dank unberechtigt.
Am folgenden Schotterweg muss ich wieder langsamer tun und dabei überhole ich Baptist, den ich sage, dass wir super in der Zeit liegen. Ich meine er könne ruhig sein sehr hohes Lauftempo etwas drosseln, da wir ja so super in der Zeit liegen.

Vor dem nächsten Wechselpunkt scheut Sina etwas vor den Leuten die am Verpflegungsstand stehen, aber dann beruhigt sie sich auch wieder schnell.

Nachdem ich einen Becher Wasser getrunken habe, muss ich nun wieder laufen. 
Das ist anfangs ein ziemlich blödes Gefühl bis sich die Muskulatur wieder vom Reit-Rhythmus an den Laufrhythmus gewöhnt hat. 
Anfangs laufe ich fluchend wie auf rohen Eiern.

Das erste Stück der Strecke ist ziemlich eben und dann geht es sogar abwärts. Immer wieder lausche ich nach hinten, ob Sina und Baptist mich schon einholen.
Schließlich ist es so weit und die beiden überholen mich, wobei wir ein paar Worte wechseln.

Bald bin ich wieder alleine und nun führt ein längeres Stück bergan, dass es ganz schön in sich hat. 
Ich denke an die vielen weniger lauferfahrenen Teilnehmer unseres Wettkampfes und was da auf sie zukommt.

Am Ende der Steigung ist dann schon der Wechselpunkt, wo ich zum Schrecken hören muss, dass die Betreuer Baptist (wir sind als erstes gestartet) in die falsche Richtung weiter geschickt haben. Eine der Helfer fährt in nun nach, während ich nach einigen Diskussionen weiter reite und auch nach ihm Ausschau halte.
Wir sehen beide Baptist weit und breit nicht. Enttäuscht und mit Trotz reite ich trotzdem die Strecke weiter und ärgere mich, wo wir doch so bis jetzt so super in der Zeit liegen. Da hätten wir gute Chancen gehabt erste zu werden.

Ich habe doch noch die Hoffnung, dass er trotzdem an der nächsten Kreuzung die richtige Richtung einschlägt. So hat er eine Chance wieder auf den richtigen Weg zu kommen.

Dann endlich an der Stelle, wo es besonders steig bergauf geht, glaube ich ihn kurz gesehen zu haben. 
:-) Das wäre ja die richtige Strecke und damit wären wir wieder im Rennen!

Ich galoppiere nun die steile Steigung der "Kirschbaumwiese" hoch. Sina beginnt aber sehr zu schnaufen und will gar nicht losschießen. 
So pariere ich lieber zum gemäßigten Trab durch, da ich befürchte dass sie etwas geschafft ist. 
Oben angekommen geben wir wieder etwas Gas und sehe zu meiner Freude Baptist bereits am nächsten Wechselpunkt stehen. Mit den Diskussionen am vorherigen Wechselpunkt hatte ich doch etwas Zeit verloren.

Wir maulen etwas gemeinsam herum und dann steige ich doch lieber schnell ab um nicht noch mehr Zeit zu verlieren, kippe zur Abkühlung des Gemütes einen Becher Wasser über meinen Kopf und renne los.

Die restliche 2 Kilometer gehen zwar viel abwärts, aber sie sind von der Wegbeschaffenheit sehr schlecht. Es geht nun durch Schlamm, Wiesen, unebenen Boden, Steinen usw., so dass ich aufpassen muss, dass ich mir nicht den Knöchel verstauche.

Endlich als der Wald aufhört, geht es wieder auf einen besseren Weg, wo mich dann auch schon Baptist und Sina einholen.
Wir beschließen zusammen zu bleiben und ich lege auf den letzten Kilometer einen Schlussspurt ein, wo ich den Kilometer so in knapp über vier Minuten laufe. Ich merke, dass ich heute gut drauf bin und bei einem Marathon oder ähnlichem sicher auch nicht schlecht abgeschnitten hätte.
Unser Gesamttempo ist so hoch, so dass sie am Ziel sehr erstaunt gucken als wir 3 zusammen bereits nach guten 47 Minuten hochglücklich die Ziellinie überschreiten. Bereits da bin ich mir ziemlich sicher, dass uns diesmal keiner zeitlich einholen wird...

:-) Ich sollte Recht behalten.

 

Impressionen


Nina und Anna auf Prinz beim Blitzstart

Santana, Kathi und Susi lassen es etwas ruhiger angehen

Uschi beim Tiefstart, Martina und Apollo (genießt wohl das schattige Plätzchen)

Und los geht es!

Moni, Katharina und Floh

Nicole, Fidel, Babsi legen gleich richtig los

 

Anna und der sichtlich stolze Prinz überqueren die Ziellinie

Martina auf Apollo und Uschi im Hintergrund

Nina läuft himmelhoch jauchzend durchs Ziel

Julia, Christiane auf Loretta beim Ziel


Ergebnisliste

1.  Baptist Behr und Thomas Schmidtkonz auf Sina 47:25:42
2.  Nicole Kuhmann und Barbara Merz auf Fidel 50:10:34
3.  Nina Sinthofen und Anna Glabasnia auf Prinz 54:46:28
4.  Martina Glabasnia und Uschi  Bauer auf Apollo 55:27:24
5.  Susanne Weinkam und Katharina Kaiser auf Santana 56:01:24
6.  Katharina Günther und Monika Daniel auf Floh 56:40:59
7.  Christine Tonke und Julia Gergovich auf Loretta 1:02:03
  
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